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TU Berlin

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Mentee Claudia

Lupe

Aus welchen Gründen hast Du Dich als Mentee für die Teilnahme im TU Tandem beworben?

Ich habe schon vor meinem Studienbeginn vom TU Tandem Projekt bei der Studienberatung erfahren und fand die Idee dieser Unterstützung sehr gut. Mein erstes Semester habe ich "allein" bewältigt, weil ich dachte: "das schaffe ich auch so!", bin allerdings auch an meine Grenzen gestoßen, was den neuen (Uni-)Alltag und meine gleichzeitige Rolle als Mutter betrifft. Aus diesem Grund bewarb ich mich schließlich beim TU Tandem. Ich wußte jetzt auch, mit welchen Fragen ich meine potentiellen Mentor löchern könnte und in welcher Art und Weise er mich unterstützen könnte.

Wie genau sieht Dein Studienalltag mit Kind(ern) aus? Gibt es besondere Herausforderungen?

Ich stehe jeden morgen um halb sieben auf. Zwei Stunden später sind meine beiden Kinder (4 und 3 Jahre) im Kindergarten und ich auf dem Weg zur Uni. Entweder gehe ich zur Vorlesung, ins Seminar oder ins Tutorium. Meistens habe ich bis 15 Uhr an der Uni zu tun. Nachmittags halb vier werden die Kinder wieder abgeholt und dann geht's auf den Spielplatz oder ähnliches. Gegen 20 Uhr habe ich dann Zeit für mich, d.h. allerdings: es steht Arbeit für die Uni an. Es gibt Hausaufgaben zu erledigen oder zumindest anzufangen, sich damit zu beschäftigen. Das ist schon eine echte Herausforderung: abends Hausaufgaben machen oder den Stoff aus den Vorlesungennach-/vorzubereiten. Weil man zumindest in den ersten beiden Semestern die Hausaufgaben häufig in Gruppen abgeben muss, ist es für mich auch schwierig, sich zeitlich mit dem Gruppenpartner zu koordinieren. Die größte Herausforderung, die ich im Studienalltag mit Kindern sehe ist, den Drahtseilakt zwischen Kinder(garten)verpflichtungen (Sommerfeste, Eltern-Kind-Nachmittage, Sport- und Musikkurse), Uni-Verpflichtungen (Hausaufgaben, Semesterarbeiten, Gruppenarbeiten, Praktika) und Familien- und Haushaltsangelegenheiten zu meistern. Ich habe eigentlich nie Zeit. Aber gerade das macht mir auch Spaß. Zum Glück habe ich einen Partner und die Oma meiner Kinder, die mich dabei unterstützen und mir so manches abnehmen. So kann ich mich dann doch ausreichend um mein Studium kümmern. Eine große Hilfe ist mir auch mein Mentor geworden.

Was sind die Themen in Deinem Tandem? Was macht ihr bei Euren Treffen?

Ich treffe mich in der Regel einmal in der Woche mit meinem Mentor. Er interessiert sich sehr für meinen Alltag und meine Zukunftspläne und findet dadurch heraus, wie er mir helfen kann. Zum Beispiel nimmt er mir die Angst vor manchen Modulen, die im nächsten Semester auf dem Plan stehen oder sagt mir ganz einfach, dass ich mir nicht zu viel vornehmen soll, weil dieses oder jenes Modul sehr schwierig ist und ich einfach viel Zeil darin investieren sollte. Er hilft mir bei den Hausaufgaben, die für mich anfangs recht schwierig zu lösen waren. Demnächst wird er sogar für mich in die Bibliothek gehen, um Bücher abzugeben und mir wieder welche mitzubringen, weil ich selbst keine Zeit dafür finde.

Wie konntest Du bisher persönlich von der Teilnahme am Projekt profitieren?

Obwohl ich zuerst dachte, dass ein zusätzlicher regelmäßiger Termin mit meinem Mentor, in meinem sowieso schon vollen Terminplan kaum unterzubringen sein wird, habe ich durch dieses Projekt eigentlich an Zeit gewonnen. Mein Mentor hat mich darin bestärkt, das Studium bedachter und bewusster anzugehen, es jagt mich schließlich niemand durch den Studienverlaufsplan. Ich mache das Studium für mich und meine Zukunft und für die Zukunft meiner Kinder und nicht, weil sechs oder acht Semster dafür vorgesehen sind.

Ist Mentoring Deiner Meinung nach ein nützliches Angebot zur Unterstützung von Studierenden mit Familienverantwortung?

Auf jeden Fall. Ich habe einen tollen Mentor an meine Seite gestellt bekommen, wir harmonisieren gut. Unser Tandem funktioniert! Durch die Workshops, die ich als Mentee hatte, lernte ich andere studierende Eltern kennen. So konnten wir uns austauschen und ich habe erfahren, dass die anderen Tandems ihren Fokus auf andere Themen legen, so wie es jeder halt braucht. Ich kann das Projekt jedem mit Familienverantwortung empfehlen.

 

 

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