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TU Berlin

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Mentee Elena

Lupe

Aus welchen Gründen hast Du Dich als Mentee für die Teilnahme im TU Tandem beworben?

Ich studiere Brauerei- und Getränketechnologie an der TU Berlin. Der Einstieg ins Studium war nicht leicht. Gleich bei den ersten Klausuren bin ich durchgefallen. Aber ich habe nicht aufgegeben. Ich habe viel gelernt und die Klausuren dann bestanden. Später habe ich meinen Sohn bekommen, aber mein Studium wollte ich nicht abbrechen, weil es sehr interessant ist und mir viel Spaß macht. Ich habe angefangen nach Hilfe zu suchen. So habe ich über das TU Tandemprogramm erfahren.

Wie genau sieht Dein Studienalltag mit Kind(ern) aus? Gibt es besondere Herausforderungen?

Als mein Sohn zur Welt kam, habe ich zwei Urlaubssemester genommen. Im ersten Urlaubssemester habe ich versucht das Tutorium Analysis I zu besuchen. Freitags war mein Mann zu Hause und sollte auf den Kleinen aufpassen. Aber es hat leider nicht geklappt, da mein Sohn so lange ohne Mama nicht bleiben wollte.

Ich habe angefangen mich zu Hause zur Klausur auf Anorganische Chemie vorzubereiten. Ein Lehrbuch habe ich aus der Bibliothek ausgeliehen. Die Vorlesung und Seminare hatte ich schon vor der Geburt besucht. So habe ich jeden Abend Chemie gelernt, nachdem ich meinen Sohn ins Bett gebracht habe. Am Ende des Semesters habe ich die Klausur bestanden.

Im zweiten Urlaubssemester habe ich meinen Sohn zur Vorlesung und zum Seminar Organische Chemie immer mitgenommen. Er war schon acht Monate alt und konnte krabbeln. Es hat nicht immer geklappt, die Vorlesung bis zum Ende durchzuhalten, da der Kleine oft sehr müde und quengelig war. Aber es war trotzdem schön, wieder in den  Studienalltag zurückzukehren.

Zweimal in der Woche treffen wir uns mit unserem Mentor Andreas vom TU Tandemprogramm.

Da ich unter der Woche allein mit meinem Sohn bin, muss ich immer für ihn da sein. Am schwersten ist es mit Kind pünktlich zur Vorlesung zu kommen. Die Sorge, dass das Kind morgens gut gefrühstückt hat, dass die Wickeltasche eingepackt ist und nichts vergessen wurde. Eine besondere Herausforderung ist, nach einem anstrengenden Tag noch abends zu lernen.

Was sind die Themen in Deinem Tandem? Was macht ihr bei Euren Treffen?

Mein Tandempartner Andreas hilft mir mit Analysis II. Wir lernen im Eltern-Kind-Zimmer. Dann kann mein Sohn da spielen und ich kann ihn im Auge behalten und falls er müde ist, auch schlafen legen.

Wir lernen die Themen, die im aktuellen Kurs waren. Wir machen Übungen zusammen. Ich versuche ein paar Aufgaben zu Hause zu machen und dann besprechen wir sie an der Uni. Andreas erklärt mir auch die Themen, die ich nicht verstanden habe.

Aber ich finde die Unterhaltungen sind auch sehr wichtig. Man will auch manchmal einfach nur quatschen.

Wie konntest Du bisher persönlich von der Teilnahme am Projekt profitieren?

Ich habe einen netten Mentor kennen gelernt. Wir machen Aufgaben zusammen. Ich bekomme Themen erklärt, die ich nicht in der Vorlesung oder Tutorium verstanden habe. Und mein Mentor ist sehr geduldig mit mir. Wenn ich etwas nicht gleich verstehe, erklärt er es mir noch einmal ausführlich, was im Tutorium nicht der Fall ist. Wir bereiten uns auf die Klausur vor. Wichtig ist auch, dass mein Sohn meinen Mentor sympathisch findet.

Ist Mentoring Deiner Meinung nach ein nützliches Angebot zur Unterstützung von Studierenden mit Familienverantwortung?

Auf jeden Fall. Wenn man ein Kind hat, ist alles nicht mehr so, wie es war. Es ist anstrengend, aber es ist schön ein Kind zu haben. Und mit Kind zu studieren, ist eine Herausforderung für studierende Mamas und Papas. Ich finde, Mentoring ist eine große Hilfe für Studierende mit Kind. Wenn jemand wegen seines Kindes sein Studium abbrechen will, ist das Mentoringprogramm eine Überlegung  wert, durch die Unterstützung wird ein Studienabbruch unwahrscheinlicher.

 

 

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