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TU Berlin

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Mentee Lena

Lupe

Aus welchen Gründen hast Du Dich als Mentee für die Teilnahme im TU Tandem beworben?

Ich war noch komplett neu an der Uni, hatte mein Masterstudium gerade erst begonnen und erhoffte mir vom Tandem, von Anfang an Einblicke in ein familienfreundliches Studiumzu erhalten.

Hast Du selbst auch Kinder? Wie genau sieht Dein Studienalltag mit Kind(ern) aus? Gibt es besondere Herausforderungen?

Ja, ich habe eine kleine Tochter, die zu Beginn des Studiums gerade einmal 8 Monate alt war.
Doch vielleicht war es gerade deshalb so einfach, Studium und Kind miteinander zu vereinen, da meine Tochter noch relativ viel geschlafen oder einfach im Kinderwagen gespielt hat, sodass ich sie problemlos auch mal in ein Seminar mitnehmen konnte. Und einmal die Woche haben wir auch regelmäßig die flexible Kinderbetreuung des Familienbüros genutzt. Außerdem haben mein Freund, der auch noch studiert, und ich uns mit den Tagen immer abgewechselt, bzw. zur Not gab es in der WG auch meistens jemanden, der einspringen konnte. So habe ich zumindest 3 Kurse pro Woche besuchen können. Ich denke, bei einem guten sozialen Netzwerk und vor allem ein bisschen Organisationstalent ist zumindest mein Studium (Bildungswissenschaft) gut zu bewältigen. Müsste ich abends immer noch aufwändige Hausaufgaben machen oder tausend Texte lesen, ginge das nicht, aber in dieser Hinsicht ist ein geisteswissenschaftlicher Studiengang doch recht familienfreundlich. Zumal sich viele Studieninhalte mit Erziehungs- und Gesellschaftsthemen, die dich als junge Mutter bewegen, auch decken.
Ich persönlich finde die Studienzeit eigentlich einen idealen Zeitpunkt zum Kinderkriegen! Du hast keinen Arbeitgeber, der dir im Nacken sitzt und dich nach Elternzeit fragt oder Urlaub beantragt werden muss, wenn dein Kind mal krank ist. Zumindest in meinem Fachbereich fragt niemand danach, wie viele Wochenstunden du leistest oder Fehlzeiten du hast. Du kannst total flexibel dein Leben nach dem Kind ausrichten und hast trotzdem die Möglichkeit nach ein bisschen intellektuellem Input, sodass du nicht nur noch auf die Mutterrolle reduziert wirst. Ich sehe Kind und Studium also eher als Bereicherung statt als Herausforderung, auch wenn es natürlich auch stressige Momente gibt, wie aufwendige Gruppenreferaten. Aber die waren auch schon ohne Kind immer stressig.

Was sind die Themen in Deinem Tandem? Was macht ihr bei Euren Treffen?

Da meine Mentorin und ich im gleichen Semester studieren, haben wir sogar ein gemeinsames Seminar und sehen uns somit jede Woche! So sind wir ständig im Kontakt und tauschen uns über Seminarthemen, allgemeine studienrelevante Belange, aber auch persönliche Dinge aus. Ist ja klar, dass mein Kind da auch ab und an mit dabei ist. Denn das macht für mich ein gutes Mentoring aus, dass sowohl auf fachlicher als auch auf zwischenmenschlicher Ebene, also ein ganzheitlicher Austausch stattfindet.

Wie konntest Du bisher persönlich von der Teilnahme am Projekt profitieren?

Zuerst einmal hat mir das Mentoring dabei geholfen, überhaupt die TU Berlin kennenzulernen, da ich zuvor an einer anderen Universität studiert habe. Formalitäten wie Studienordnungen, Modulinhalte oder Prüfungsanmeldungen erklärt zu bekommen, oder sich auch gemeinsam schlau zu machen, ist bei unübersichtlichen Internetseiten und unklaren AnsprechpartnerInnen am Fachbereich echt eine große Hilfe! Außerdem habe ich durch meine Mentorin auch Anschluss an meinen „Jahrgang“ gefunden, da ich nicht wie alle anderen schon im Wintersemester beginnen konnte, sondern erst ein Semester später eingestiegen bin. Da hatte ich natürlich ein bisschen Angst, dass ich niemanden mehr richtig kennenlernen würde. Doch da wir ein kleiner Studiengang sind und meine Mentorin sogar Kontakte zu Dozenten hat, habe ich mich schnell gut aufgehoben gefühlt!

Ist Mentoring Deiner Meinung nach ein nützliches Angebot zur Unterstützung von Studierenden mit Familienverantwortung?

Defintiv! Ich finde es sehr wichtig, dass Studierende mit Kind durch das Tandem Programm extra als Zielgruppe angesprochen werden, allein schon, weil sie dadurch vermittelt bekommen, dass ihre besondere Situation mitgedacht wird. Ebenso wie immer gefordert wird, dass Beruf und Familie miteinander vereinbar sein sollen, muss auch das Studium mit Kind attraktiver gemacht werden, da dieser Lebensabschnitt meiner Meinung nach ein besonderes Potenzial für die Familiengründung birgt! Das Mentoring-Projekt ist da auf jeden Fall ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.

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