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TU Berlin

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Mentee Marfa

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Aus welchen Gründen hast Du Dich als Mentee für die Teilnahme im TU Tandem beworben?

Als meine Schwangerschaft festgestellt wurde, habe ich neben der Sozialberatung des Studentenwerks auch die Sprechzeiten des Familienbüros der TU Berlin genutzt, um mir einen Überblick darüber zu verschaffen, wie ich die auf mich zukommende Situation als Studentin mit Kind bewältigen kann. Im Familienbüro wurde ich dann über das TU Tandem Projekt informiert und habe mich daraufhin als Mentee beworben.

Wie genau sieht Dein Studienalltag mit Kind(ern) aus? Gibt es besondere Herausforderungen?

Ich habe seit Januar 2016 einen Sohn. Bis zur Geburt habe ich eigentlich ganz normal weiter studiert, die einzige Ausnahme war, dass ich statt eines Versuchs mit Radioaktivem Material eine Ersatzleistung erbringen musste. Nach der Geburt konnte ich an einer Klausur nicht teilnehmen, für welche ich bereits zugelassen war, habe mich dann aber ein paar Wochen später nachprüfen lassen.

Im Anschluss an die Mutterschutzfrist habe ich Elternzeit beantragt, um mich nach und nach in meinen neuen Alltag einfinden zu können. Dieses Sommersemester war ich, aufgrund der Geburt meines Sohnes, vom Studium beurlaubt. Ich durfte aber trotzdem an Lehrveranstaltungen teilnehmen, sodass der Leistungsdruck etwas geringer war.

Vor Semesterbeginn habe ich mir die Einverständnis des Professors und der betroffenen Tutoren für den Besuch der Lehrveranstaltung mit Kind geholt. Ich habe meinen Sohn mit in die Sprechstunden und Tutorien genommen, zum Stillen konnte ich mich in die Eltern-Kind-Zimmer im EW- und EB-Gebäude zurückziehen. Vorlesungen habe ich eher gemieden, weil ich nicht so viel Auferksamkeit auf mich ziehen wollte, ich habe deshalb auch den Tutoriumstermin mit der geringsten Teilnehmerzahl für mich ausgesucht. So war ich viel auf Skripte und Bücher angewiesen. Ich denke die Herausforderung bei den Tutorienbesuchen war, mit einem zappelndem Baby im Arm mitzuschreiben, die Konzentration auf den Lehrstoff ist Übungssache. Obwohl mein Sohn sehr neugierig und aktiv ist, war er meistens leise, aber es gab dennoch Tage, an denen ich mit ihm für ein paar Minuten aus dem Raum gegangen bin, um die anderen Teilnehmer nicht zu stören.

An der Klausur habe ich ganz regulär teilgenommen und eine Betreuung für meinen Sohn organisiert, was im Zeitraum von 8-10 Uhr gar nicht so einfach war. Mit etwas Improvisation habe ich es aber doch noch rechtzeitig zur Klausur geschafft. Wie mein Studienalltag mit Kind wirklich aussieht, kann ich erst sagen, wenn mein Sohn in die Kita geht und ich wieder als Tutorin arbeite. Noch ändert sich ja ständig alles.

Was sind die Themen in Deinem Tandem? Was macht ihr bei Euren Treffen?

Wir haben uns bis jetzt fast jede Woche einmal getroffen und meistens habe ich erzählt, wie ich vorankomme, was meine Pläne sind (z.B. für die Klausur) und wie ich sie umsetzen möchte. Mein Mentor hat sichergestellt, dass ich alle Informationen über Unterstützungsmöglichkeiten, welche die TU für Studierende mit Kind bietet, erhalte. Weil wir aus demselben Studiengang kommen, haben wir uns auch über den Lehrstoff unterhalten.

Wie konntest Du bisher persönlich von der Teilnahme am Projekt profitieren?

Ich finde es sehr schön, einen konstanten Ansprechpartner zu haben, es ist motivierend, jemandem aus meinem Studienfach über meinen Fortschritt berichten zu können. Außerdem war das Projekt für mich eine wichtige Brücke, um nach der Geburt den Anschluss an den Universitätsalltag nicht zu verlieren und Hemmungen abzubauen, mit einem Kind in diesem Alltag aufzutauchen.

Ist Mentoring Deiner Meinung nach ein nützliches Angebot zur Unterstützung von Studierenden mit Familienverantwortung?

Definitiv. Die Gesellschaft, in der wir leben, ist noch weit davon entfernt, Frauen auch in ihrer Mutterrolle zu respektieren. Das Mentoring setzt in dieser Hinsicht ein Zeichen und ist ein Beitrag, der mir sehr über dieses Defizit hinweggeholfen hat.

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