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TU Berlin

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Mentorin Ann-Morla

Lupe

Aus welchen Gründen hast Du Dich als Mentorin für die Teilnahme im TU Tandem beworben?

Ich wollte mehr Studierende mit Kindern kennenlernen und meine Erfahrungen der ersten zwei Jahre studieren mit Kind (inklusive Bachelor-Abschluss) weitergeben. 

Hast Du selbst auch Kinder? Wie genau sieht Dein Studienalltag mit Kind(ern) aus? Gibt es besondere Herausforderungen?

Ich habe ein zweijähriges Kind und bin seit Kurzem vom Vater getrennt. Schon vor der Trennung haben wir die Abendbetreuung und das frühe Aufstehen an den Wochenenden aufgeteilt. Seit der Trennung ist sie die Hälfte der Zeit bei ihm und seiner Mutter und die andere Hälfte bei mir. Dadurch beginnt mein Uni-Alltag Donnerstags, Freitags und jeden zweiten Montag erst nachdem ich mein Kind um 9 Uhr in die Kita gebracht habe. Mittwochs, Donnerstags und jeden zweiten Freitag kann ich maximal bis um 14 Uhr Seminare belegen, weil ich dann wieder zur Kita muss. Einige Veranstaltungen werden nur Nachmittags angeboten oder es gibt Exkursionen. In diesen Fällen rede ich mit den Dozent/innen und stelle mir meine Module kreativ zusammen. Leider kann ich mich selten spontan und/oder abends mit Kommiliton/innen treffen.

Was sind die Themen in Deinem Tandem? Was macht ihr bei Euren Treffen?

Wir reden darüber was im Leben meiner Mentee gerade passiert und schauen dann konkret auf ihren Studienalltag und ihre –planung. Was soll nach dem Bachelor passieren? Master, Ausbildung, direkter Berufseinstieg. Wie geht es voran mit den Leistungsnachweisen in den verschiedenen Seminaren? Wo kann sie sich bewerben um zusätzliche Finanzierung zu bekommen? Wie kann sie sich Freiräume zum Studieren schaffen? Was für ein Lernumfeld braucht sie? Vor allem reden wir darüber wie es für sie klappen kann ihr Studium gut abzuschließen.

Wie konntest Du bisher persönlich von der Teilnahme am Projekt profitieren?

Ich konnte sehen, dass meine Mentee ihre eigenen Bedürfnisse teilweise viel besser im Blick hatte als ich und dadurch auch etwas weniger ehrgeizig studieren. Außerdem habe ich einen benachbarten Studiengang und dessen – inhalte kennengelernt. Seit ich viel von anderen Studierenden mit Kind mitbekommen habe, erkenne ich den Kontext meiner eigenen Studiensituation und fühle mich mit Problemen nicht mehr isoliert.

Ist Mentoring Deiner Meinung nach ein nützliches Angebot zur Unterstützung von Studierenden mit Familienverantwortung?

Ja, das denke ich. Als Elternteil übernimmt mensch viel Verantwortung für Andere und es ist leicht dabei die eigene Ausbildung aus dem Fokus zu verlieren. Da hilft eine persönliche Mentoring-Beziehung – Zeit ausschließlich für die eigenen Studienfragen zu haben – und das mit einer Person, die auf die zusätzliche Verantwortung einer/eines Studierenden mit Kind Rücksicht nimmt. Ich kann euch nur empfehlen euch auf diese tolle Erfahrung und Unterstützung einzulassen – egal ob als Mentee oder Mentor/in!

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